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Wir von Diamond BUSINESS

wenden uns mit dieser Zeitschrift seit 2002 vierteljährlich an Anwender und Hersteller von Diamant- und cBN-Werkzeugen. Wir berichten über angewandte Werkzeugtechnologien, Fertigungsprozesse und Verfahren sowie die hierfür eingesetzten Maschinen und Halbzeuge. Auch Dienstleister und Zulieferer von Komponenten schätzen unsere branchenspezifischen Berichte über den Einsatz von superharten Schneid- und Schleifstoffen. Mit einem breiten Informationsspektrum wenden wir uns an Führungskräfte in Produktion, Forschung und Management.

Kompetente Autoren aus Hochschulen und Industrieunternehmen berichten über Innovationen, Tests und Trends.

Das Magazin

Unsere Leser erhalten nützliche Informationen und umsetzbare Ergebnisse an die Hand. Aus dem ganzen Spektrum der Diamant- und cBN- Anwendungen konzentrieren wir uns auf die Präzisionsbearbeitung. Der Bereich Bau und Naturstein wird bewusst ausgeklammert, da er eine völlig andere Leserschaft anspricht. Anwender von Diamant und cubischem Bornitrid für die Zerspanung, das Schleifen und Polieren, sowie das Abrichten erhalten Einblicke in neueste Entwicklungen und technologische Erkenntnisse. Hersteller von Werkzeugen und Maschinen berichten über neue Produkte und innovative Fertigungsmethoden.

Hochschulen und Forschungsanstalten nutzen unser Forum als Sprachrohr um Trends und wissenschaftliche Analysen zu proklamieren. Firmen setzen die Berichte zur internen Schulung von Mitarbeitern ein.

Thilo MichalNachwuchssorgen


Jürgen Baldus, Präsident des FDPW (Fachverband Deutscher Präzisions-Werkzeugschleifer), ist eine gestandene Unternehmerpersönlichkeit, die schon manche Höhen und Tiefen erlebt hat unddie so schnell nichts umhaut. Bei der Vorab-Pressekonferenz zurGrindtec-Messe ist er aber dann doch recht emotional geworden: Das Thema Ausbildung treibt ihn um, denn den Präisions-Werkzeugschleifern fehlt schlichtweg der Nachwuchs. Der Wettbewerb „Schleifer des Jahres“, der von seinem Verband initiiert und aufwändig auf der Grindtec (Titelgeschichte S. 18) in Szene gesetzt wird, ist aus seiner Sicht ein wichtiger Meilenstein, den Beruf bei jungen Leuten populärer zu machen, aber das reiche nach seinen Worten bei Weitem nicht aus. Deshalb appellierte er auch eindringlich an seine Unternehmerkollegen, sich finanziell stärker für die Ausbildung des eigenen Nachwuchses zu engagieren, etwa bei Reise- und Unterbringungskosten in der Jakob-Preh-Schule in Neustadt/Saale – und auch durch die Übernahme vieler Prüfungsgebühren. „Viele Auszubildende haben eben kein Elternhaus, das ständig zuschiessen kann. Hier sind wir als Unternehmer auch mit unserer sozialen Verantwortung gefragt und der ein oder andere von uns muss sich hier einfach mal einen Ruck geben.“ Das Thema Ausbildung und Fachkräftemangel ist aber nicht nur beim FDPW Tagesgespräch: So sucht etwa auch das Fraunhofer- Institut für Schicht- und Oberflähentechnik in Braunschweig praktischen Nachwuchs und bietet „Karrieren im Labor“ (Seite 56). Und auch in unserem diamond business-Magazin, das mit dieser Ausgabe sein zehnjähriges Bestehen feiert (Seite 6) häufen sich die Stellenangebote. In dieser Jubiläumsausgabe finden Sie selbstverständlich in gewohnter Form eine Reihe von spannenden Fachartikeln, etwa über den „Einfluss der Schneidkantengeometrie von Hartmetallwerkzeugen im Fräsprozess“ (Seite 20) oder „Ansätze zur Modellierung des Innenrundschälschleifens“ (Seite 30). Der Branche geht es gut, dies belegt auch der VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (Seite 54), auch wenn sich der Mega-Trend nach oben etwas abgeschwächt hat. Schade – und mehr noch bedrohlich – ist es dann, wenn auf Jahre hinaus der Nachwuchs fehlt und deshalb in Zukunft Auftragsspitzen gar nicht mehr abgearbeitet werden können, sprich die Aufträge woanders hin gehen. In diesem Sinne appellierte Jürgen Baldus eindringlich: „Es ist immer besser Arbeit zu verteilen, als Arbeit zu suchen!“

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