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  • Fachgespräch – zwischen Industrie und Forschung 2018

    Düsseldorf_ Das 7. Dortmunder Schleifseminar "Metav-Spezial 2018" am 22. und 23. Februar bietet den Rahmen für einen intensiven Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen Industrie und Forschung. Die zusätzliche Möglichkeit eines Messebesuches auf der Metav rundet die Veranstaltung ab.

  • Aber sicher! EMO Safety Day

    Frankfurt am Main_ Komplexe Maschinen, hohe Geschwindigkeiten und hohe Leistung können für den Maschinenbediener eine gefährliche Mischung darstellen.

  • Engineering Kompetenz im digitalen Bereich

    Tübingen_ Mit der hundertprozentigen Übernahme des langjährigen Software-Partners Comara GmbH unterstreicht Walter seine Entschlossenheit, im digitalen Bereich weiter zu wachsen und seine Engineering Kompetenz auszubauen.

Mit der Fachzeitschrift DIAMOND BUSINESS wenden wir uns 4-mal im Jahr - mit einer Auflage bis zu 10.000 Exemplaren - an Anwender und Hersteller von Diamant- und CBN-Werkzeugen.

Wir berichten über Werkzeugtechnologien und Fertigungsprozesse, sowie die hierzu verwendeten Maschinen und Halbzeuge.


Editorial Ausgabe 3/2017: Kommunikation 4.0?


Katja Dümpert

Das Leben könnte so einfach sein: „Kommunikation ist das, was ankommt.“ Aber es ist nichts einfacher, als sich schwierig auszudrücken und es ist nichts schwieriger, als sich einfach auszudrücken. “Die meisten Unklarheiten, nicht nur im Privatleben, sondern auch im Unternehmensalltag, resultieren aus Mängeln in unserer Kommunikation. Und ohne Kommunikationsfähigkeit funktioniert im Unternehmen tatsächlich nichts. Kein anderer Lebensbereich entwickelt sich so rasend schnell wie die Kommunikation.

Auch bei der bevorstehenden EMO in Hannover geht es zwar in erster Linie um die „Welt der Metallverarbeitung“, aber eben auch um Kommunikation. Die industrielle Produktion soll mit moderner Informations- und Kommunikationstechnik mehr und mehr verzahnt werden. Das Zauberwort lautet: Industrie 4.0. Durch sie stünde uns ein massiver Umbruch bevor, Betriebsabläufe würden sich grundlegend ändern. Menschen, Maschinen, Anlagen, Logistik und Produkte würden in der Industrie 4.0 direkt miteinander kommunizieren und kooperieren. Mittlerweile bestimmt das Mysterium „Industrie 4.0“ mit vielen gedanklichen Fragezeichen die Diskussionsrunden auf Veranstaltungen oder Technologietagen der produzierenden Wirtschaft. Die Vorstellungen über Industrie 4.0 klaffen weit auseinander und das Zukunftsprojekt ist zum Must-have für fortschrittliche Unternehmen geworden. Doch stellt sich die Frage, ob sie tatsächlich schon bei den Unternehmen angekommen ist. Tagtäglich erscheinen Studien, die widersprüchlicher nicht sein könnten. Laut einer aktuellen Umfrage „Industry 4.0 after the initial hype“ des Beratungsunternehmens McKinsey sehen zwar neun von zehn Unternehmen Industrie 4.0 als Chance. Doch haben 44 % der Befragten nach eigenen Angaben auf dem Weg in die Digitale Transformation im vergangenen Jahr „keine“ oder nur „begrenzte“ Fortschritte gemacht. Nur gut jedes zehnte Unternehmen gibt an, Industrie 4.0-Anwendungen und -strategien bereits vollständig implementiert zu haben. Die Gründe dafür sind vielfältig. Angefangen von einer mangelnden Koordinierung vieler Unternehmen zwischen den einzelnen Abteilungen (F&E, Produktion…) über fehlendem Fach-Personal bis hin zur fraglichen Datensicherheit. Manchmal fehlt in den Firmen auch der Mut, notwendige, radikale Veränderungen konsequent anzugehen oder es fällt schwer, größere Investitionen in die IT-Architektur zu rechtfertigen, wenn mögliche (Mehr-)Erlöse durch Industrie 4.0 noch nicht zu beziffern sind.

Die Ziele sind ehrgeizig, die Umsetzung braucht sicherlich noch Zeit und Klarheit. Fest steht, nur durch zielgerichtete Kommunikation aller Beteiligten wird es gelingen, Industrie 4.0 in die Praxis zu implementieren. Und fest steht auch, wir stehen mit unseren aktuellen digitalen Möglichkeiten lediglich an der Spitze des Eisbergs. Grenzen existieren nur in unseren Köpfen.

Ihre Katja Dümpert

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