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  • Land: Deutschland
  • Autor(en): Tilo Michal
  • Artikel vom: 31 Mai 2016
  • Seitenaufrufe: 473
  • Artikel Nummer: 057-91-1
  • Die Grindtec 2016: eine Rückschau

    Die Grindtec 2016: eine Rückschau

    Die diesjährige Grindtec in Augsburg hat abermals neue Erfolg versprechende Pflöcke eingeschlagen – trotz allem blieben ein paar Kritikpunkte – ein Interview mit Grindtec-Pressesprecher Winfried Forster.

    DIAMOND BUSINESS: Die Grindtec-Messe 2016 war die erfolgreichste seit ihrer Gründung und hat ihren Anspruch einer Welt-Leitmesse weiter ausgebaut. Wie sehen die Besucher- und Ausstellerzahlen und Flächen-Eckdaten gegenüber 2014 aus?

    Winfried Forster: Die Grindtec 2016 ist im Vergleich zu 2014 deutlich gewachsen: 577 Aussteller (+11%), 17.950 Besucher (+17%) und 42.000m2 Ausstellungsfläche (+14%). In der Tat gibt es weltweit keine Messe, die das Thema „Schleiftechnik“ so umfassend abbildet. Ebenso erfreulich sind die erneut exzellenten Ergebnisse der Aussteller, wie Gelszus Messe-Marktforschung, Dortmund ermittelt hat: 73% bewerteten ihre Messeteilnahme mit „sehr gut“ oder „gut“, weitere 20% waren „zufrieden“. Große Erwartungen bestehen auch im Hinblick auf das Messefolgegeschäft: 70% der Firmen hat hier „sehr gut“ oder „gute“ Erwartungen, bei weiteren 28% sind sie „zufriedenstellend“. Die aktuelle Situation der Branche wird von der überwältigenden Mehrheit der Aussteller (86%) positiv gesehen. Knapp die Hälfte (45%) geht sogar davon aus, dass die Konjunktur noch weiter anzieht, nur 9% erwarten eine allenfalls leichte Abschwächung.

    DIAMOND BUSINESS: Wie betrachten Sie die fortschreitende Diversifizierung/Breite der Messe, wird diese so weitergehen?

    Winfried Forster: Das Angebotsprofil der Grindtec wurde vom fachlichen Träger FDPW und dem Veranstalter AFAG gemeinsam zur Veranstaltung 2014 geschärft, und bei diesem klar definierten Profil bleibt es. Die Angebotsbreite wird auch bei der nächsten Messe exakt dieselbe sein, insofern ist eine zunehmende Diversifizierung definitiv kein Thema.

    DIAMOND BUSINESS: Gibt es am Standort Augsburg überhaupt noch Wachstumskapazitäten für die Grindtec; wenn ja, wie könnten diese in Zukunft aussehen?

    Winfried Forster: Die Hallenkapazität der Messe Augsburg wurde in den vergangenen Jahren deutlich ausgebaut – quantitativ wie qualitativ. Und auch der weitere Ausbau der Messe folgt konsequent dem vor Jahren verabschiedeten Masterplan. Deshalb freuen wir uns schon jetzt auf das weitere Wachstum der Grindtec!

    DIAMOND BUSINESS: Bei allem Erfolg: Viele Messebesucher wie Aussteller waren nach unseren Informationen mit der Parkplatzsituation und dem entsprechend "langen" Transfer auf das Messegelände recht unzufrieden: Sind hier Alternativen denkbar oder vorgesehen?

    Winfried Forster: Die Parkplatzproblematik am ersten Messetag war im Wesentlichen auf zwei Ursachen zurückzuführen: Wir hatten am Mittwoch 34% mehr Besucher als am Vergleichstag 2014 – mit diesem weit überproportionalen Wachstum hatten wir ehrlich gesagt nicht gerechnet. Das eigentliche Problem aber war ein Verkehrsunfall auf dem Zubringer B17 in Richtung Messe – der zu einem enormen Rückstau geführt hat. Dagegen sind wir natürlich machtlos. An alle anderen Tagen hat der Shuttle-Service nahezu reibungslos funktioniert. Grundsätzlich sind Shuttledienste für Besucher bei Messen im In- und Ausland ein bewährtes Mittel, wir werden diesen Dienst auch 2018 so anbieten – und die 2016 gemachten Erfahrungen werden in die Optimierung des Shuttle-Verkehrs einfließen.

    DIAMOND BUSINESS: Ebenso bemängelten Messe-Besucher, dass die bereit gestellten Shuttles zum Augsburger Bahnhof bzw. zum Flughafen München in zu langen Intervallen unterwegs gewesen seien, diese dadurch überfüllt waren oder man eben gar keinen Platz mehr bekommen hätte und man noch auf den nächsten Shuttle hätte warten müssen...

    Winfried Forster: Im Unterschied zu den meisten Messeveranstaltern bieten wir Besuchern der Grindtec diese kostenlosen oder stark subventionierten Serviceleistungen an. Und die allermeisten Gäste wissen dies sehr wohl zu schätzen. Wir beobachten die Auslastung der Shuttles sehr genau und erhöhen bei Bedarf auch den Takt. Dass ein Bus überfüllt ist, ist bislang so gut wie nie vorgekommen, in diesem Fall muss der Besucher eben den nächsten nehmen.

    DIAMOND BUSINESS: Die Messe-Öffnungszeit samstags bis 18.00 Uhr sowie die Möglichkeiten der Standbeschickung bzw. des Stand-Abbaus durch die entfernten Parkplätze werden von vielen Ausstellern kritisch gesehen. Wird es dabei bleiben?

    Winfried Forster: Die Öffnungszeiten der Messe legen wir gemeinsam mit dem Messebeirat fest. Und im Messebeirat sind führende Maschinenhersteller vertreten. Auch wenn immer wieder einzelne Aussteller ein früheres Ende fordern, die Mehrheit der beteiligten Firmen befürwortet die aktuelle Lösung. Die Parkplätze haben mit den Öffnungszeiten nichts zu tun. Sämtliche Parkplätze der Aussteller befinden sich in der Messe Augsburg, näher als die Aussteller parkt niemand, das war von der ersten Grindtec 1998 an so und daran hat sich auch nichts geändert.