• Firma: KW-Abrichttechnik GmbH
  • Land: Deutschland
  • Artikel vom: 24 September 2014
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  • Artikel Nummer: 048-088-d
  • Kategorie(n): WERKZEUG ANWENDUNGEN, Abrichten
  • Sanfteres Abrichten – ein Erfahrungsbericht aus der Industrie

    Die Besonderheit der so genannten Swing Step-Technologie liegt im „sanften“ Abrichten der Schleifscheibe. Durch das tangentiale Einschwenken der Diamant-Abrichtrolle in die Schleifscheiben-Peripherie würden alle vom Abrichtvorgang betroffenen Maschinenteile und Werkzeuge so erheblich weniger belastet, berichtet KW-Abrichttechnik, Erfinder des Swing Step. Die Folge sei eine wesentliche Erhöhung der Gebrauchsdauer von Schleifscheibe und Diamantrolle.

    Von einer Idee im Jahre 1975 und deren Umsetzung 1986 auf einer Naxos-Kurbelwellenschleifmaschine sind bis heute 28 Jahre vergangen. In dieser Zeit erlaubte die Swing Step-Technologie eine kontinuierliche und garantierte Fertigungsqualität verschiedenster hochpräziser Kurbelwellenmodelle für leistungsstarke Motoren bei Automobilpremiumherstellern. Um die heutigen Anforderungen bei einem Fertigungsprozess zu erfüllen, z.B. die Erfassung und Dokumentierung aller Maschinenparameter, hatte sich ein Kunde entschlossen, die reibungslos funktionierenden Abrichteinheiten von hydraulischen auf elektrische Antriebssysteme umzustellen. Nach einem ersten Kontaktgespräch erfolgte während der zweiwöchigen Werksschließung im Sommer im Motorenwerk des großen Automobilherstellers der „Feinschliff“ der Projektierungsphase. Alle Einzelheiten des Pflichtenheftes wurden besprochen und der Terminplan für den Fertigungsablauf vereinbart, es erfolgte die Vorabnahme, gefolgt von der Demontage der alten Abrichteinheiten (gleich nach Abschalten der Maschinen in den Winterferien), Montage, Probeschleifen und Abnahme der neuen Einheiten.

    Doch rund um Technologie und Umsetzungspläne gehört noch mehr dazu, um einen erfolgreichen Abschluss und somit Kundenzufriedenheit zu erzielen. Es bedarf der Fachkompetenz, guter Zusammenarbeit, der Auswahl kompetenter Partner und ganz besonders des Verständnisses der Kundenbedürfnisse. Auch Vertrauen spielt eine große Rolle, welches von der Projektierungsphase bis hin zur Umsetzung wächst. Bekanntlich gibt es in großen produzierenden Betrieben nur selten im Jahr die Möglichkeit innerhalb kürzester Zeit Projekte umzusetzen. Mit wachsendem Druck gilt es stets den Überblick zu behalten und sämtliche Informationen transparent und verständlich gegenüber Kunden und Partner zu kommunizieren. Ein hoher Grad an Flexibilität wird im Projektgeschäft immer verlangt, bei der internen Projektierung und der Implementierung beim Kunden, jedoch kennt man nach 18 000 gebauten Geräten eventuell die Stellschrauben an denen man drehen kann, um erfolgreich ein Projekt zu realisieren.

    Zunächst war nur Umbau geplant

    Durch die angesprochene Umstellung von Hydraulik auf elektrische Antriebslösung sowie dessen Implementierung in die vorhandene Maschinensteuerung hatte sich KW entschieden, die beiden Abrichteinheiten komplett neu zu fertigen – ursprünglich war ein Umbau der vorhandenen Geräte geplant. Innerhalb eines Tages wurden die vorhandenen Anlagen demontiert, Platzverhältnisse geprüft und mit wenigen Anpassungen die beiden Swing Step-Abrichter montiert, sodass die gesamte Steuerungsperipherie zeitgleich angeschlossen werden konnte. Nach mehreren Gesprächen und erfolgreicher Inbetriebnahme, zwei Tage vor dem geplanten Termin, ging das Projekt nach Aussagen von KW Abrichttechnik mit Anerkennung für alle Beteiligten abgenommen, an den Start.

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