• Firma: FMT – Frezite Metal Tooling
  • Land: Deutschland
  • Artikel vom: 19 Juni 2013
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  • Kategorie(n): Zerspanen, WERKZEUG ANWENDUNGEN, Werkzeuge nach Schneidstoffen
  • Schlüsselbegriffe: cBN, PKD
  • Zug um Zug für allerhöchste Präzision

    Zug um Zug für allerhöchste Präzision

    Seit vielen Jahren in der Feinstbearbeitung aktiv, möchte das Unternehmen nun auch zielgerichtet hochgenaue Bearbeitungen unterhalb des Durchmesserbereiches von 20 mm systemorientiert aufbauen, das bislang die Baugrenze des bewährten BV-Verstellkonzeptes war. Neben dem bislang stark verbreiteten und etablierten BV-Feinbohrsystem, dessen Geometriebeschaffenheit der einstellbaren PKD-Platte höchste Oberflächen am Bauteil garantiert, bietet FMT nun auch die am Markt seit längerem geforderten und klassischen Einschneidereibahlen und entwickelte das MV-Schneidmesserkonzept. „Bedingt durch die Baugrößen unserer BV-Verstellung sind wir bislang unterhalb der 20 mm Bereiche auf gelötete und µm-genau geschliffene PKD-Werkzeuge ausgewichen. Mit der Systemerweiterung unseres MV-Einschneiderkonzeptes konnten wir nun diese Lücke ebenfalls schließen und konnten darüber hinaus aufgrund der großen Nachfrage bereits vielseitigste Bearbeitungen damit bestücken und erfolgreich einsetzen“, so Andreas Oesterle, der seit 2006 sämtliche Werkzeugkonzepte entwickelt sowie die dazugehörenden Fertigungsprozesse der FMT-Gruppe vorantreibt. Weiterer Vorteil des MV-Systemprinzips ist ein durchgängiges Schneidmessersystem, das ab Durchmessergrößen von 6 mm lieferbar ist. Die MV-Einschneiderreibahlen werden in Kombination mit HM, Cermet- oder PKD-Führungsleisten bei höchsten Bohrungsanforderungen zur Feinstbearbeitung hochgenauer Bohrungen eingesetzt.

    Vorteile sowie Werkzeug- und Systemcharakteristik:

    • Leistengeführt für beste Oberflächengüte
    • Kostengünstiges Feinbohrmesser
    • Kompatibles Schneidmesser in allen gängigen Abmessungen lieferbar
    • Wirtschaftliches Feinbohrprinzip für die Großserienfertigung
    • Für engste Toleranzen von IT4-IT6
    • Kompatibles Schneidmesser und somit austausch,- und einsetzbar
    • µ-genaue Justierung
    • Einfaches Handling
    • Reduzierte Werkzeugkosten durch Nachjustierbarkeit

    Erfolgreich bei Kurbelwelle und Zylinderblock

    Gerade in den Königsdisziplinen der Feinbearbeitung, den Bearbeitungen von Lagergassen, die in Hinblick auf das extreme Längen-Durchmesserverhältnis zu den schwierigsten Bearbeitungen des Automotive Bereiches zählen, konnte das MV-Prinzip in unterschiedlichen Gehäusen und Blöcken erfolgreich als Serienlösung eingesetzt werden. Die Bearbeitung dieser Bohrungen unterliegt hohen Ansprüchen. Oberflächenqualitäten müssen unter Rz 4,0 bleiben, die Zylinderformen innerhalb der Stege sind mit 3µm toleriert. Und dies bei bis zu 8 Stegen und einem Durchmesserlängenverhältnis von bis zu 20xD.

    Gewichtsersparnis bei Brückenwerkzeugen

    Werkzeuge zum Feinausdrehen von Bohrungen ab 250-2.500mm werden meist ein- oder zweischneidig in brückenartiger Konstruktion mit Stahl- oder Aluminiumgrundkörper auslegt. Vorrangiger Fokus bei diesen Produkten ist die Gewichtsreduzierung, gepaart mit der Eliminierung von Maßschwankungen, die durch Wärmeeinwirkungen auftreten können. Neben der Verwendung von hochfestem Aluminium als Grundkörperwerkstoff setzt FMT hierbei zukünftig auch auf die Verwendung von Kohlefaser- und Verbundwerkstoffen im Rumpf und Flügel, um die Stabilität aufrecht zu erhalten und gleichzeitig das Gewicht solcher Brücken stark zu reduzieren. Neben der Gewichtsersparnis bei der Verwendung von Aluminium zu Stahlwerkstoffen, die bei rund 35% liegen können, werden durch die Verwendung von Kohlefaser- und Verbundwerkstoffen im Rumpf weitere 25% Gewichtsersparnis erlangt. Vorteil hierbei ist eine Schonung der Werkzeugspindeln, eine ruhigere Bearbeitung sowie höhere Schnittgeschwindigkeiten. Dem Kunden steht durch diesen Mix ein optimales Kosten-Leistungsverhältnis zur Verfügung.

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