• Firma: Laserpluss AG
  • Land: Deutschland
  • Artikel vom: 16 September 2014
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  • Artikel Nummer: 048-014-d
  • Kategorie(n): Laserbearbeitung
  • Potenziale der Lasertechnologie ausschöpfen

    Präzision im Fertigungsprozess von Diamantwerkzeugen und ein effizienter Betriebsablauf bis zur Finish-Bearbeitung? Laserpluss produziert maßgeschneiderte Laserbearbeitungsanlagen, die bei der Produktion von hochpräzisen Werkzeugen mit Diamantschneiden aus PKD, cBN, CVD und MKD im Einsatz sind.

    PreCutter

    Mit dem PreCutter sei eine Neuentwicklung gelungen, die das bewährte System des RayCutters ergänzt, heißt es von Laserpluss. In der Kombination beider Anlagen führe dies nicht nur zu einer deutlich kürzeren Bearbeitungszeit mit einem Einsparpotential von bis zu 70 Prozent, sondern sie mache die Laserbearbeitung von Diamantwerkzeugen auch besonders präzise. Das Ergebnis sind Produkte höchster Güte ohne thermische oder mechanische Schädigungen. Der PreCutter ist in der Lage, die Werkzeuge in kürzester Zeit bis dicht an die definierte Geometrie vorzuschneiden. Grobe Volumen werden bis kurz vor der Endkontur vorgelasert. Mit hoher Leistung werden Schneiden in Diamantschichten (PKD) und Hartmetall-Material vorbearbeitet. Die genauen Schnitte mit umlaufendem Freiwinkel sparen Zeit bei der nachfolgenden Finish-Bearbeitung mit dem RayCutter. Der Einsatz des RayCutters ermöglicht es, Schneidkanten mit geringsten Kantenverrundungen kleiner 1-2 µm ohne Ausbrüche zu erzeugen. Mit dem RayCutter werden Werkzeuge aus PKD, cBN, CVD und MKD produziert. Eine Nachbearbeitung sei nun nicht mehr erforderlich. Die Schneidkanten haben eine deutlich höhere Güte als bei der Herstellung mit herkömmlichen Nach-/Bearbeitungsprozessen.

    Interessant ist wohl die Kombination beider Anlagen, wenn ein hoher Durchsatz gefordert ist. So entsteht ein wirtschaftliches Zusammenspiel aus Laser-Maschinen in der Werkzeug-Produktion. Durch den flexiblen Aufbau können sowohl stehende als auch rotative Werkzeuge als Einzelstücke oder in Serienfertigung produziert werden.

    Bauteile- und Datenlogistik

    „Da das Laserbearbeiten erst wirtschaftlich interessant wird, wenn die Anlagen in den Fertigungsprozess integriert werden können, bieten wir unseren Kunden viele Automationsmöglichkeiten von Bandstraßen über Roboterbeladungen und Datenbank-Anbindung bis hin zur Stapelverarbeitung an“, sagt Laserpluss-Chef Werner Schulz. Die Software sei in der Auftragsverwaltung so konfiguriert, dass vom Einzelstück bis zur Serienproduktion in großer Stückzahl alles möglich ist. Der individuelle Kundenwunsch steht dabei stets im Fokus. „Wir werden oft gefragt, warum wir unseren Firmennamen Laserpluss am Ende mit doppeltem -s- schreiben. Ich antworte dann gerne: Neben der eigentlichen Laser-Bearbeitung vereinen wir auch die Bauteile- und Datenlogistik – also ein doppeltes Plus für unsere Kunden und ein besonderes Alleinstellungsmerkmal für unser Unternehmen“, ergänzt der Dipl.-Ing. für Elektrotechnik.

    Erfahrung im wirtschaftlichen Lasereinsatz

    Seit 1997 beschäftigt sich das Unternehmen mit dem Einsatz von Lasern in der Präzisionsbearbeitung. Begonnen hat dies mit dem Bau der ersten diodengepumpten Festkörper-Laserquellen. Mit den Vorteilen einer enormen Strahlqualität und damit hoher Energiedichte, wurden zunächst sehr leistungsfähige Gravier- und Beschriftungssysteme mit einem platz- und energiesparenden Aufbau entwickelt. Der RayMarker und seine Weiterentwicklungen mit einem leistungsfähigen Faserlaser zum RayDesk sowie RayDesk XL, sind nach wie vor gefragte Produkte aus dem Unternehmen.

    Bereits im Jahr 2000 erkannte die Unternehmensführung, dass im Laser weit mehr Potenzial steckt, als es mit klassischen Ablenkoptiken mit gesteuerten Drehspiegeln (Scanner) erreicht werden kann. Um dieses Potenzial zu nutzen, wurde das Präzisionsbearbeitungssystem RayCutter entwickelt. Für den RayCutter baute man die diodengepumpten Festkörper-Laser selbst, da die erforderliche Genauigkeit und Stabilität mit herkömmlichen Lasern nicht erreicht werden konnte.

    Zum Entwicklungsteam gehören insgesamt zehn Ingenieure aus den Bereichen Elektrotechnik, Maschinenbau, Informatik und Physik. Interdisziplinär wird so an individuellen Lösungen, auch für hochkomplexe Anwendungsanforderungen der Kunden, gearbeitet. „Der Laserbearbeitung in der hochharten Werkzeugherstellung gehört außer der Zukunft mittlerweile auch die Gegenwart, denn viele weit blickende Unternehmen haben sich unabhängig von ihrer Firmengröße für unsere Technologie entschieden, um ihre eigene Marktposition zu stärken“, lautet das Fazit von Werner Schulz.