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Mehrwert mit größtem Kundenfokus
  • Firma: Stähli Läpp-Technik GmbH
  • Autor(en): Katja Dümpert
  • Artikel eingestellt am: Donnerstag, 01 Dezember 2016
  • Artikel: 059-026-de
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  • Mehrwert mit größtem Kundenfokus

    Spricht man über die Schweiz, denken die meisten Menschen sofort an die atemberaubende Bergwelt der Viertausender, die unzähligen Käsesorten, an die feine Schokolade, an den finanzkräftigen Bankensektor und nicht zuletzt wird auch die Uhrenfabrikation sowie der Schweizer Präzisionsmaschinenbau mit diesem Land assoziiert. So verwundert es nicht, dass der Läppmaschinenvertreter Arthur W. Stähli im Jahr 1969 Potenzial in der Uhrenindustrie sah, sich im „watch valley“ (Pieterlen) niederließ, um als selbstständiger Unternehmer die Lohnfertigung für die Uhrenindustrie zu übernehmen. Schnell war ihm klar, dass er seine gesammelten Erfahrungen und sein Know-how aus der Lohnarbeit gewinnbringend in eigene Maschinen einbringen kann und begann, sie selbst erfolgreich herzustellen. Es dauerte nicht lange und eine weitere Niederlassung wurde in Winterthur gegründet. Die Expansion ging weiter: Seit 1977 gibt es Stähli als eigenständige GmbH nun auch in Deutschland, zunächst fungierte die Unternehmung in Baden-Württemberg aber nur als reiner Vertriebspartner für den Maschinenverkauf.

    Mittlerweile ist Stähli in Weil bei Stuttgart längst nicht nur ein guter Vertriebsstandort für Maschinen zum Flachhonen, Feinschleifen, Läppen, Polieren der Schweiz geworden, sondern hat sich unter Uli Bögelein als Versuchs- und Lohnbearbeitungszentrum längst einen Namen gemacht.

    Ein gutes Team mit dem Vater

    Der 47-jährige hochgewachsene, sportliche Unternehmer trat schon in jungen Jahren, gleich nach seinem Abitur und der kaufmännischen Ausbildung sowie einer einjährigen Tätigkeit bei einem Vertriebsunternehmen in das Unternehmen der Stähli-Gruppe ein. Zunächst arbeitete er 12 Monate in Pieterlen, bevor er 1994 damit begann, die Lohnfertigung in Deutschland auf- und auszubauen.

    Sein Vater war zu dieser Zeit bereits für den Maschinenverkauf bei Stähli und auch als Geschäftsführer verantwortlich. „Viele Jahre arbeiteten wir beide „Hand in Hand“, waren ein gutes Team und ich hatte viel Freiraum, meine eigenen Erfahrungen und Fehler zu machen“, erinnert sich Junior Bögelein dankbar an die gemeinsame Zeit.

    Der Generationswechsel wurde von den beiden mit der nötigen Weitsicht geplant, 2006 schied der Seniorchef Bögelein aus dem Unternehmen aus. Seitdem leitet nun Uli Bögelein voller Engagement und Enthusiasmus die Geschicke der GmbH (sie ist ein Mitglied der Stähli Gruppe – beide sind eng miteinander vernetzt und arbeiten zusammen). Augenzwinkernd verrät er uns: „Wenn ich nicht Geschäftsführer von Stähli geworden wäre, würde ich versuchen, Geschäftsführer von Stähli zu werden. Tatsächlich habe ich meinen Traumjob gefunden. Ich befinde mich in einem ständigen Spannungsfeld von Maschinen, Werkzeugen, Mitarbeitern und Kunden und natürlich gilt es auch, die Pflichten eines Geschäftsführers ordentlich und verantwortungsvoll zu erfüllen. Das alles zusammen finde ich sehr faszinierend.“

    Lohnfertigung – das Kerngeschäft bei Stähli in Deutschland

    „Kerngeschäft der Läpp-Technik GmbH in Deutschland ist, neben dem Vertrieb der Maschinen aus dem Schweizer Stammhaus, nach wie vor die Lohnfertigung“, bringt es Uli Bögelein auf den Punkt. 35 erfahrene und motivierte Mitarbeiter geben in Weil bei Stuttgart ihr Bestes, um vom Einzelteil bis zur Großserie in höchster Präzision zu fertigen. Gerne zeigt die Stähli Gruppe Ihr Können auf zahlreichen Messen wie beispielsweise auf der GrindTec oder auch der AMB, häufig geben aber auch langjährige, zufriedene Kunden Ihre Empfehlungen an andere weiter:
    „In der Regel kommt der Kunde auf uns zu und wir entscheiden gemeinsam mit dem Kunden, ob wir zunächst in die Lohnfertigung gehen oder die Stückzahlen bereits so hoch sind, dass sich beispielsweise die Neuinvestition einer 2-Scheiben-Flachhohnmaschine, Läpp-oder Poliermaschine rechtfertigen würde.“

    Selbst für hohe Anforderungen der Kunden finden sich bei Stähli technisch einwandfreie und wirtschaftliche Lösungen.

    Rundum-Service aus einer Hand

    Dabei hat sich das Unternehmen aus dem Landkreis Böblingen eine hohe Service- und Kundenorientierung auf die Fahne geschrieben. Neben dem Maschinenbau und der Lohnfertigung finden sich im Portfolio auch die Verbrauchsmittel wie Diamantsuspensionen, Läpppulver, -öle, -scheiben, Abrichtringe aber auch Schulungen finden für die Abnehmer statt.

    „Die Kunden schätzen unser gesamtes Servicepaket“, berichtet Bögelein nicht ohne Stolz. Er ist davon überzeugt, dass der Kunde bei Stähli weltweit das beste „Rundum-Paket“ vorfindet, das es auf dem Markt derzeit gibt.

    „Dabei“, so wird ihm immer wieder bestätigt, „sind wir sicherlich nicht die größten Anbieter am Markt, sondern bieten einen Mehrwert, indem wir individualisiert und mit größtem Kundenfokus auf die Interessenten eingehen“.

    Erst die Lohnfertigung –dann die Maschineninvestition

    Außerdem ist die Stähli-Gruppe (weltweit rund 130 Mitarbeiter) mit ihren Niederlassungen in der Schweiz, Deutschland, USA und China (befindet sich derzeit im Aufbau) auch in der Maschinenentwicklung und –konstruktion besonders leistungsstark.

    „Kundenwünsche werden beim Maschinenverkauf sehr stark berücksichtigt. Jahrzehntelange Erfahrung aus der Lohnfertigung, das strenge Feedback und Know-how der eigenen Mitarbeiter fließen gezielt in jede einzelne Maschine ein und machen deshalb jede 2-Scheiben-Flachhonmaschine, Läpp- oder Poliermaschine zum Unikat“, erklärt Bögelein das Prinzip.

    Stähli ist breit aufgestellt

    Inzwischen hat sich ein weltweites Vertreternetz aufgebaut. Dabei achtet die Stähli Gruppe mit Argusaugen darauf, nicht ausschließlich von der Automobilindustrie abhängig zu sein. Mit hochgezogenen Augenbrauen verrät er uns:

    „Krisensicher ist man nur, wenn der Erfolg des Unternehmens auf verschiedenen Branchen fußt. Deshalb findet man einen großen Anteil unseres Kundenstamms auch in der Elektroindustrie, der Medizintechnik, dem Maschinenbau und anderen High-Tech-Sparten“.

    Jammern tabu

    Bedenklich findet Bögelein derzeit die politische Entwicklung in Russland und auch das geringe Wirtschaftswachstum in China sei für die Exportwirtschaft nicht ganz einfach, allerdings sei für ihn Jammern tabu. Er konzentriere sich mit Stähli immer wieder auf die eigene Stärke und ist der festen Überzeugung, dass es auch bei schwächelnden Konjunkturdaten immer wieder Märkte gäbe, die bearbeitet werden könnten. Auch das Krisenjahr 2009, das mit sehr viel Reibung und Gewinneinbußen verbunden war, nutzte die Stähli-Gruppe, um die Firma neu zu strukturieren und Abläufe zu überdenken. Generell findet er die Rahmenbedingungen in Deutschland, auch in Europa, hervorragend und ist der festen Überzeugung, dass sich jedes Unternehmen sehr flexibel innerhalb der Strukturen bewegen könne. Auch der Fachkräftemangel, der Schreckensgespenst immer wieder für Diskussionsstoff sorge, sei für ihn kein Grund zur Panik:

    „Klar habe ich durch die Automobilriesen um Stuttgart Arbeitgeber um mich, die viele Fachkräfte abziehen, allerdings lege ich sehr viel Wert auf die einzelne Entwicklung eines jeden Mitarbeiters und lasse sie vor Ort an den Maschinen ausbilden.“

    Auf die Frage, was der Markt in Zukunft fordern wird, entgegnet mir Uli Bögelein nachdrücklich, dass er nichts von 10-Jahresplänen halte.

    „Wir versuchen immer am Puls der Zeit zu sein und möchten reaktionsschnell und entscheidungsfreudig Alternativen suchen oder Entschlüsse fällen. Es geht darum, den Markt zu spüren und zu „riechen“. Die globalisierten Märkte verlangen eine immer höhere Flexibilität und Präzision bei einer immer kürzer werdenden Bearbeitungsdauer. Der Vorbearbeitungszustand ist immer grober, aber das Ergebnis soll immer präziser werden. Stähli-Produkte sind hier prädestiniert, diesen Spagat zu schaffen und ich vermute hier großes Potenzial.“

    Auch privat hoch hinaus

    Nicht nur beruflich liebt der dreifache Familienvater die Herausforderungen, sondern auch privat will er hoch hinaus. So hat er mit seiner Frau Nadja neben dem Laufen und Radfahren auch das Sportklettern entdeckt:
    „Tatsächlich gibt mir die Mischung aus sportlicher Aktivität und höchster Konzentration die Möglichkeit, alles um mich herum zu vergessen. Der Kopf wird frei, gedanklich komme ich schnell zur Ruhe und Platz für neue Kreativität wird geschaffen“.

    Entscheidungsfreude und Flexibilität als Erfolgsfaktor?

    Seine Stärken sieht der drahtige Unternehmer in seiner großen Entscheidungsfreudigkeit und seiner hohen Flexibilität. „Das macht es im täglichen Geschäft um einiges einfacher und verschafft uns wahrscheinlich auch den ein oder anderen Vorsprung“, gibt er zu verstehen. Generell würde er sich wünschen, Menschen wären flexibler und würden sich von starren Denkweisen lösen. Abschließend fügt Uli Bögelein hinzu:

    „Nur wer flexibel agiert und reagiert, wird zukünftig einen Weg finden, den globalen Veränderungen souverän zu begegnen und sie gewinnbringend zu nutzen“.


    Firmen-Information

    Stähli Läpp-Technik GmbH
    Gegründet: 1977

    Geschäftsführer:
    Uli Lars Bögelein,
    Bernhard Stähli
    Max-Brose-Strasse 3
    71093 Weil im Schönbuch
    Telefon: +49-7031-757796
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    Mitarbeiter: 35
    Jahresumsatz: 4,5 Mio.€
    Auszeichnungen/Standards:
    ISO 9001:2008

    Produktportfolio:

    • Vertrieb von 1- und 2-Scheiben Flachhon-, Feinschleif-, Läpp- und Poliermaschinen
    • Lohnfertigung im Bereich Flachhonen, Feinschleifen, Bürstentgraten, Läppen und Polieren
    • Vertrieb von Verbrauchsmittel für die Bereiche Flachhonen, Feinschleifen, Bürstentgraten, Läppen und Polieren, sowie Ersatzteile
    • Service, Schulungen