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  • Autor(en): Tilo Michal
  • Artikel eingestellt am: Donnerstag, 15 März 2012
  • Seitenaufrufe: 2747
  • Strauss-Werkzeuge: Schon über vier Jahrzehnte in Deutschland präsent

    Zu den unbekannteren Größen der Branche gehört sicherlich die Firma Strauss & Co., die mittlerweile schon 42 Jahre auf dem europäischen Markt, für manche fast unbemerkt, zuhause ist.

    Vor allem im Bereich der schleifenden Oberflächenbearbeitung deckt die israelische Firma mit ihrem Deutschland-Sitz südlich von Hamburg mit galvanischen Schleifscheiben, Diamantpasten, Finishing-Bändern und zugehörigen Abrichtwerkzeugen, aber auch mit gelöteten Diamant- und cBN-Werkzeugen, ein breites Spektrum der Werkzeug-Supply-Chain des industriellen Fertigungsprozesses ab – ein Portrait.

    Ido Strauss, einer der beiden Firmeninhaber ist sicherlich auch ein bisschen Stolz auf das, was Strauss & Co. in den letzten 42 Jahren vollbracht hat. „Wir legen nicht nur Wert auf Qualität bei unserem Materialeinkauf, bei unserer Weiterverarbeitung und bei der eigenen Fertigung, sondern wir sehen auch in der Nachhaltigkeit unserer Werkzeuge und in der Beratung unserer Kunden eine große Herausforderung. Drei erfolgreich umgesetzte ISO-Zertifizierungen belegen dies.“ Bis auf den Bereich der Abrichtwerkzeuge werden die Werkzeuge von den 80 gut ausgebildeten Mitarbeitern im Familien eigenen Betrieb in Israel gefertigt. Die Grundlage der qualitativ hochwertigen Werkzeuge wird schon im Einkauf der so genannten „Rohlinge“ gelegt, die zu einem Gutteil aus der Schweiz kommen.

    Vom niedersächsischen Marschacht, das bei Winsen an der Luhe, also mitten in der norddeutschen Heidelandschaft liegt, erschließt Strauss den gesamten deutschsprachigen Raum, außerdem werden von dort aus die Märkte Skandinavien, Tschechien und Polen bedient und erschlossen. Eine prompte Bedienung ab dem gut ausgebauten Lieferzentrum mit allen gängigen Standardwerkzeugen ist nach Strauss die Regel. Da der Transport von Israel nach Marschacht keinen nennenswerten Zeitfaktor darstellt, können auch Sonderwerkzeuge innerhalb von vier Wochen gefertigt und ausgeliefert werden.

    Niederlassungen in Deutschland und den USA

    Insgesamt liefert Strauss seine Werkzeuge „on the quality edge“, wie der Hersteller selbst schreibt, in über 50 Länder aus. Vertriebsniederlassungen gibt es neben Deutschland auch in den USA. Kerngeschäft von Strauss sind neben den „klassischen“ Industriediamanten- und cBNWerkzeugen für das Schleifen, Schneiden, Polieren und Finishen auch Schleifwerkzeuge im Dental Bereich. Feinschleif- Folien, so genannte „Diamond PET based Foils“ zum Läppen und Polieren runden das Produkt- Portfolio ab. Auf die Medizintechnik- Sparte verweisen David und Ido Strauss besonders gerne, denn hier sieht Strauss hohes Zukunftspotenzial und hat viel in die Entwicklung gesteckt. Dort bietet die Firma über 1000 verschiedene Diamantbohrer – bestückt mit unterschiedlichen Körnungsgrößen für die Dentaltechnik an. Zur Bearbeitung von Zirconia und Keramik wird für die Dentalindustrie eigens eine patentierte Produktlinie mit dem Namen „Magic Touch“ angeboten. Darüber hinaus ist Strauss auch hier mit Schleifscheiben, Polierpasten, Hartmetall- und Edelstahlwerkzeugen vertreten.

    Ein jüngeres, weiteres Produktfeld sind die Vakuum gelöteten Werkzeuge. Diese Werkzeuge böten Vorteile gegenüber herkömmlichen galvanischen Werkzeugen, besonders in der Anwendung auf so genannten Verbundwerkstoffen, wie sie etwa in der Flugzeugindustrie und bei Windkraftanlagen eingesetzt würden.

    Für die Zukunft habe man sich vorgenommen, den Bereich der Mikrowerkzeuge weiter auszubauen, außerdem sollen Services und Support beim Kunden noch gestärkt sowie die Zusammenarbeit mit Händlern weiter ausgebaut werden, berichtet Ido Strauss. Er sieht im Markt der Präzisionsbearbeitung auf jeden Fall noch hohes Entwicklungspotenzial. „Ständig kommen neue und exotische Anwendungen hinzu.“ Somit sind wohl auch schon die Grundsteine für die kommende, dritte Generation im Familienunternehmen Strauss gelegt.