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  • Firma: Laserpluss AG
  • Artikel eingestellt am: Sonntag, 04 Juni 2017
  • Artikel: 061-058-de
  • Seitenaufrufe: 244
  • Zukunftsweisend: LaserPluss

    DIAMOND BUSINESS: Herr Schulz, aus welcher Idee heraus ist Ihr Unternehmen entstanden?

    Werner Schulz: Mitte der 90iger Jahre kam jemand mit der Frage auf mich zu, ob man Markierungen auf Werkstücke aufbringen könne, ohne Tinte zu benutzen. Ich habe mich hingesetzt, ein Konzept entwickelt und das hat schließlich funktioniert. 1997 habe ich dann auf der Lasermesse mit dem neugegründeten Unternehmen Laserpluss ein Beschriftungssystem mit den ersten diodengepumpten Festkörperlasern vorgestellt. Die Ergebnisse waren hervorragend. Wir waren damals die Allerersten auf der Lasermesse, die dieses System funktionsfähig präsentieren konnten. Nur drei Jahre später ging es um die Frage, ob man mit Laser auch Diamantwerkzeuge bearbeiten könne, um thermisch oder mechanisch unbelastete Schneidkanten zu erzielen. Auch dieser Fragestellung ging ich nach, glaubte daran, eine Lösung zu finden und probierte aus. Im Jahr 2000 verkaufte ich die erste Anlage vom Papier weg und produzierte mit nur wenigen Mitarbeitern den ersten Laser für die Präzisionsbearbeitung. Schon damals haben wir Maschinen konstruiert, die bis heute sowohl vom Systemdesign als auch von der Architektur wegweisend sind. Seit der Zeit haben wir sehr viel Erfahrung gesammelt und die Entwicklungen immer weiter vorangetrieben.

    Welche Neuheiten gibt es in Ihrem Unternehmen?

    Werner Schulz: Die Mitarbeiterzahlen sind kontinuierlich gestiegen und auch die Geschäftsbereiche wurden ausgeweitet. Deshalb haben wir seit geraumer Zeit nach Unterstützung gesucht und am 1. Mai 2016 Wolfgang Prem als neuen Vorstand eingestellt. Er hat die gesamte Organisation übernommen, die Leitung der 55 Mitarbeiter und sorgt dafür, dass die Abläufe und das gesamte Operations- Management bei Laserpluss gut funktionieren. Wolfgang Prem hat zum 1. Januar die Position des Vorstandsvorsitzenden übernommen und ich fokussiere mich auf die technische Komponente im Unternehmen, damit Entwicklungen vorangetrieben und uns neue Ideen einen Vorsprung im Markt bringen.

    Wofür steht eigentlich das doppelte „S“ bei Laserpluss?

    Wolfgang Prem: Es geht um das doppelte Plus für den Kunden. Die Bauteile-Logistik und die Datenlogistik werden miteinander vereint. Es geht darum, eine Laserbearbeitungsanlage, egal ob sie beschriftet, graviert, abträgt oder schneidet, in einen Produktionsprozess zu integrieren. Es ist wichtig, ein System zu entwickeln, welches in einen bestehenden oder zukünftigen Ablauf integriert werden kann, darin sauber funktioniert und es schließlich so zu vereinfachen, dass auch der Anwender, der nichts von der Laserbearbeitung versteht, es nutzen kann. In diesem Verständnis und der logischen Umsetzung liegt letztendlich eine der großen Stärken von LaserPluss.

    In welchen Bereichen liegt Ihr Kerngeschäft?

    Wolfgang Prem: Das Produkt- und Leistungsportfolio von Laserpluss ist sehr breit gefächert. Wir produzieren Standardmaschinen für spezielle Branchen und entwickeln auch kundenspezifische Laserbearbeitungsanlagen für die Präzisionsbearbeitung von Diamantwerkzeugen. Unser Fokus liegt hierbei auf der Laseranwendung in der Mikrobearbeitung, beim Beschriften, Tiefgravieren, Schweißen, Schneiden und 3D-Abtragen. Unsere Laseranlagen sind weltweit und in den unterschiedlichsten Branchen beispielsweise der Uhren-, Schmuck-, Kunststoff- und Werkzeugindustrie zu finden, außerdem im Bereich der Automobilbranche oder auch in der Medizintechnik.