Laser-Komplettbearbeitung von Schneidkanten, Freiwinkeln und Spanleitstufen in PKD / CVD
Die Lasertec PrecisionTool-Baureihe der Gildemeister-Tochter Sauer demonstriert Vorteile der 5-Achs-Laserbearbeitung von ultraharten Schneidwerkstoffen wie PKD und CVD gegenüber konventionellen Schleif- oder Drahtschneideverfahren. So lassen sich beispielsweise ausbruchsfreie Schneidkanten mit Radien von bis zu 2 μm problemlos und ohne kostenintensiven Werkzeugverschleiß herstellen.
Was versteht man unter Laser?
Der Begriff Laser leitet sich aus dem engl. „Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation“ ab und bedeutet direkt übersetzt „Lichtverstärkung durch stimulierte Emission von Strahlung“ – sprich künstlich erzeugte Lichtstrahlen. Unter einem Laser versteht man monochromatisches Licht mit einer einzigen Wellenlänge sowie gleichförmiger Schwingung. In Form eines parallelen Lichtstrahls fast ohne Streuung, kann der Laser hohe Energiedichten fokussiert in ein Material einbringen und dieses thermisch beeinflussen. Je nach eingebrachter Energie, Leistung und verwendeten Prozessgasen erlaubt dieser thermische Eintrag ein Schneiden, Schweißen oder Abtragen des Materials. Dabei bestimmt zudem das Absorbtionsverhalten des jeweiligen Materials, welche Wellenlänge des Lasers für die Bearbeitung notwendig ist. Diamant eignet sich grundsätzlich sehr gut für die Laserbearbeitung. Der Kohlenstoff wird in CO2 umgewandelt und damit rückstandsfrei verbrannt. Die Härte des Werkstoffes spielt dabei keine Rolle, was einen großen Vorteil gegenüber spanenden Verfahren darstellt.


