Thema: Einführung von Hybrid- und Elektrofahrzeugen

Shinya Uesaka | Sumitomo

Neue Werkstoffe - leicht, hochfest, aber meist schwer zerspanbar - sind Voraussetzung für solche Fahrzeuge und bereits zunehmend im Einsatz. Sie benötigen Werkzeuge mit neuen Zerspanungseigenschaften. Sumitomo bietet viele Hartmetalle, Beschichtungen, CBN-Sorten und verschiedene PKD-Spezifikationen, oft in Kombination, sowie monokristalline Diamantwerkzeuge für alle spanabhebenden Verfahren. Für Elektromobilität werden mehr Elektromotoren und kleine Baugruppen also auch kleine Werkzeuge benötigt. Sumitomo hat die kleinste Bohrstange mit CBN-Wechselschneide entwickelt und bietet solche Werkzeuge als Standard an. Dem spürbaren Wandel weg von Zerspanvolumen zu immer mehr Genauigkeit, Oberflächenqualität und Bearbeitungsgeschwindigkeit tragen wir mit ständigen Innovationen unserer Werkzeuge Rechnung. In unseren Technikzentren entwickeln wir mit den Kunden Sonder- und Standardwerkzeuge zur Optimierung der Fertigungsverfahren und sorgen für Wirtschaftlichkeit.Das Elektroauto wird eine von mehreren Alternativen sein und sich zusammen mit dem Hybridantrieb einen nennenswerten Anteil sichern. Parallel dazu wird es weitere Antriebskonzepte wie z.B. die Brennstoffzelle geben. Wir stellen uns heute schon auf neue Herausforderungen bei der Fertigung verschiedenster Fahrzeugkomponenten mit neuen Materialien ein.

Markus Müller | Almü

Die Elektromobilität wird mit Sicherheit die Art und Weise, wie wir in Zukunft mobil sind, nachhaltig beeinflussen. Mittelfristig wird sich das Elektrofahrzeug parallel zu den Verbrennungsmotor-Fahrzeugen durchsetzen und diese langfristig ablösen. Almü trägt dieser Entwicklung in der Form Rechnung, dass wir uns werkzeugtechnisch auf Bauteile und Komponenten der Elektrofahrzeuge einrichten und die entsprechenden Werkzeugkonzepte unseren Kunden anbieten. Darüber hinaus nimmt der Bereich Strukturbauteile immer breiteren Raum ein. In beiden Bereichen haben wir bereits erfolgreich Komplettlösungen im Einsatz. Dieser Anwendungsbereich wird nachhaltig ausgebaut und vertieft.

Michael Schrock | Finzler, Schrock & Kimmel GmbH

Wir bezweifeln, daß bereits im Jahr 2020 eine Million E-Fahrzeuge auf Deutschlands Straßen unterwegs sein werden. Da die Entwicklung jedoch eine starke politische Komponente enthält, rechnen auch wir mit einer kontinuierlichen Zunahme des Anteils von Hybrid- und E-Fahrzeugen. Im übrigen haben Elektrofahrzeuge im Großstadt- und Kurzstreckenverkehr auch jetzt schon handfeste Vorteile – von den Anschaffungskosten einmal abgesehen. Egal ob Hybrid-, reines Elektro- oder durch Brennstoffzellen betriebenes Fahrzeug: nicht nur die Produktionsstruktur wird sich ändern, sondern auch die Zusammensetzung der Komponenten. Es ist denkbar, daß der Getriebebau nicht mehr dieselbe Bedeutung haben wird wie heute. Dafür dürfte die Bearbeitung von Nichteisenwerkstoffen und Verbundwerkstoffen zunehmen. In jedem Fall bleiben Herausforderungen und Aufgaben für leistungsfähige Werkzeuge erhalten. Die Ansprüche werden jedoch einem schnelleren Wandel unterliegen. Wir beobachten die Entwicklung aufmerksam, sehen jedoch im Augenblick noch keinen Anlaß, über eine flexible Produktionsgestaltung hinaus weitere Änderungen durchzuführen. Wenn man unter „langfristig“ einen Zeitraum von 50 Jahren oder mehr ansieht, dann ist es zumindest sehr wahrscheinlich, daß es bis dahin fast keine Fahrzeuge mehr geben wird, die von fossilen Brennstoffen angetrieben werden. Wie die Marktanteile der jetzt denkbaren Antriebe aussehen werden, ist allerdings schwer abzuschätzen.

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