• Autor(en): Tilo Michal
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  • Artikel eingestellt am: Dienstag, 09 April 2013
  • Dr. Jens König, TU Berlin, Deutschland

    Dr. Jens König wechselte im vergangenen Jahr von der TU Berlin zur Gildemeister Aktiengesellschaft nach Bielefeld. In Berlin war er zuletzt Oberingenieur, bei Gildemeister in Bielefeld leitet er die Zentrale Entwicklungskoordination und ist mit der Entwicklung von Maschinenplattformen beschäftigt.

    DIAMOND BUSINESS: Wie sah Ihr Alltag am IWF der TU Berlin aus? Wie sieht er jetzt aus? Was hat sich für Sie geändert?
    Jens König: Während im Institut Lösungen erarbeitet werden, die eine mittelbare Nähe zum Markt aufweisen, geht es bei meiner aktuellen Tätigkeit um die Fokussierung auf eine kundengerechte und marktkonforme Entwicklung von Produkten. Neben ingenieurtechnischen Fragestellungen spielen wirtschaftliche Zielsetzungen eine weitaus größere Rolle. Innovationen werden in Produktanforderungen und in einen größtmöglichen Kundennutzen transferiert.
    DIAMOND BUSINESS: Der Sprung von der Wissenschaft in eine Leitungsposition in der freien Wirtschaft – wie haben Sie sich darauf vorbereitet? Wo liegen die Unterschiede?
    Jens König: Die Ausbildung im universitären Bereich sowie die Tätigkeit für das Fraunhofer IPK waren sehr gute Grundlagen für meine Arbeit bei Gildemeister. Gerade die industrienahen Forschungsprojekte boten mir einen umfassenden Einblick in die Arbeitsweise von Unternehmen. Der Planungshorizont in der Industrie ist ausdifferenziert und mit einer sehr dynamischen Priorisierung behaftet.
    DIAMOND BUSINESS: Was ist für Sie die größte Herausforderung in den kommenden Monaten und Jahren?
    Jens König: Zur diesjährigen EMO – dem Branchen-Highlight der Werkzeugmaschinen-Industrie – werden wir Innovationen aus dem gesamten Produktportfolio von Gildemeister präsentieren. Insbesondere die hochproduktive Zerspanung werden wir hier adressieren. Als Technologiekonzern arbeiten wir daran, die Maschinenentwicklung noch mehr als bisher mit Service-Leistungen während der Nutzungsphase zu verknüpfen, um jederzeit und schnell auf Kundenwünsche reagieren zu können.