70% Diamantdichte für ein vielseitiges Anwendungsspektrum
Die VDV-Technologie ermöglicht es Diamantwerkzeuge mit 70% Diamantdichte herzustellen, deren Form relativ frei gestaltet werden kann. Dadurch eignen sich diese Werkzeuge zur Bearbeitung von sehr harten (z.B. Hartmetall) als auch sehr weichen (z.B. PE) Werkstoffen. Mit derselben Technologie können auch Bornitridwerkzeuge hergestellt werden.
Technologische Möglichkeiten
Über das Vacuum Diffusions Verfahen (VDV) werden Diamant- oder Bornitridkörner fest miteinander verbunden, sodass die Werkzeugstruktur auch ohne Bindemittel stabil ist (siehe Abb. 1: VDV-Diamantstruktur ohne Bindemittel). Hierfür werden Diamant- bzw. Bornitridkörner mit Molybdän hauchdünn ummantelt, bevor sie in eine Negativform des erwünschten Werkzeuges gefüllt werden. Dort werden sie verdichtet und bei über 1000 °C miteinander verschweißt. So entsteht eine sehr glatte und dichte Diamantbzw. Bornitridstruktur, die nun zur zusätzlichen Stabilisierung mit einem Bindemittel gefüllt wird (siehe Abb. 2.: VDV-Diamantstruktur mit Bindemittel). Das Ergebnis ist ein Diamantschleifkörper mit ca. 70% Diamantanteil. Daher sind die VDV-Werkzeuge äußerst formbeständig und eignen sich auch hervorragend als Abrichtwerkzeuge. Außerdem bewirkt die Dichte der Diamanten einen sehr feinen Schliff, begünstigt die Wärmeableitung und ermöglicht eine direkte Ultraschallübertragung. Zu Beachten ist, dass für die selbe Rautiefe der Bearbeitung ca. die doppelte Korngröße benötigt wird, da die VDV-Werkzeuge eine relativ gleichmäßige Oberfläche (im Verhältnis zur Korngröße) aufweisen. Durch die hohe Diamantdichte und vielfältige Formen kann man diese Werkzeuge für ein breites Spektrum an zu beschleifbaren Materialien einsetzen. Dabei eignen sie sich sowohl zur Handbearbeitung als auch für CNC-Maschinen.





